Chancengleichheit in Österreich
'bell'-out Plans: Finanzkrise meets Milchmädchen
oder: das Jahr, in dem Santa ausgewandert ist

Nur so zum Spass und weil's mich interessierte, hab ich mir erlaubt auszurechnen, welches Land wieviel pro Kopf (real oder auch in Staatsgarantien) in die mitunter von der 'Staudn'-Schurl-Politics' verursachte Finanzkrise hineinbuttert. Zugegeben: das Ergebnis hatte ich nicht erwartet und es machte mich für einen Moment zweifelhaft stolz:

UK: 500 €
USA: 1700 €
ES: 2200 €
FR: 5500 €
DE: 5800 €
ÖsiLand: 12000 €

Und da sag noch ein Sarkast, wir würden manchmal am Hungertuch nagen und Alf oder Willi hätten nix für uns getan...

Abgesehen von Österreichs vermeintlichem Reichtum: manchmal denk' ich, wir sollten uns doch auch ein wenig an unseren 'Missing Al' erinnern: ich lob mir schon den guten Kevin, der, ganz gegenteilig zum Trend, keinen müden Cent in die ohnehin völlig undurchschaubare Geldmarktwirtschaft bezahlen wird, damit ein paar Große noch mehr verdienen und ein paar Kleine noch mehr verlieren: nein, da spielt Down Under einmal mehr eine antipodische Melodie und schüttet heuer an Pensionisten und Kleinstverdiener lieber einen nicht zu knapp ausfallenden Christmas-Bonus aus. Man lese und staune (oder vielleicht wird der oder die eine oder andere ja auch ein wenig eifersüchtig): http://www.smh.com.au/news/national/rudds-10b-golden-goose/2008/10/14/1223749999940.html)

Offensichtlich hat nun auch Santa Claus den hohen Norden endlich satt?

meint eurEmel


erstellt am: 14.10.2008 | geändert am: 14.10.2008

Alt, aber immer noch gut.
Eine kleine Auffrischung


erstellt am: 9.9.2008 | geändert am: 14.12.2008

Tibet.

Der Heilige Vater begrüßt in seinem Brief an die Chinesen folgendermaßen:

1. Verehrte Mitbrüder im Bischofsamt, liebe Priester, liebe gottgeweihte Männer und Frauen und alle Gläubige der katholischen Kirche in China, »wir danken Gott, dem Vater Jesu Christi, unseres Herrn, jedesmal, wenn wir für euch beten. Denn wir haben von eurem Glauben an Christus Jesus gehört und von der Liebe, die ihr zu allen Heiligen habt, weil im Himmel die Erfüllung eurer Hoffnung für euch bereitliegt. [...] Wir hören nicht auf, inständig für euch zu beten, daß ihr in aller Weisheit und Einsicht, die der Geist schenkt, den Willen des Herrn ganz erkennt. Denn ihr sollt ein Leben führen, das des Herrn würdig ist und in allem sein Gefallen findet. Ihr sollt Frucht bringen in jeder Art von guten Werken und wachsen in der Erkenntnis Gottes. Er gebe euch in der Macht seiner Herrlichkeit viel Kraft, damit ihr in allem Geduld und Ausdauer habt« (Kol 1, 3-5.9-11). Quelle [http://www.vatican.va/]

Irgendwie - denke ich - hab ich da jetzt nicht verstanden, was mir in meiner katholischen Ausbildung beigebracht wurde: sagte nicht einer irgendwann mal: ALLE! ALLE MENSCHEN? So wie Pappa das da rüberbringt, handelt es sich nicht um 1,3 Milliarden chinesische Menschen, sondern eben nur um 1,2 Millarden chinesische Menschen, die er NICHT ansprechen möchte in seinem Brief.

bedenkenswert und fast traurig findet eurEmel.


erstellt am: 15.5.2008 | geändert am: 15.5.2008

2008 - das sechzigste Jahr der Menschenrechtsdeklaration

wir können alle was tun - und wenn es nur 2-3 Sekunden online ist:
http://www.everyhumanhasrights.org/

Do the rights thingSign it -be a part of it -


I choose to sign this declaration because:

I wish to take responsibility for upholding the goals of the Universal Declaration of Human Rights in my daily life and in my community.

I will do my best to speak out to protect the freedom and rights of others in my community.

I affirm the following principle:

“Everyone is entitled to all the rights and freedoms set forth in this Declaration, without distinction of any kind, such as race, colour, sex, language, religion, political or other opinion, national or social origin, property, birth or other status.”

I believe Every Human Has Rights.

Ich möchte diese Deklaration unterschreiben, weil:

ich die Ziele der Menschenrechtsdeklaration in meinem Alltag und in meinem Umfeld hochhalten und dafür Verantwortung tragen möchte.

ich versuchen möchte, die Freiheit und die Rechte anderer in meinem Umfeld zu schützen

ich das folgende Prinzip lebe:

"Jede Frau, jeder Mann und jedes Kind hat Anspruch auf die in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten ohne irgendeinen Unterschied, etwa nach Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Überzeugung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand."

Weil ich glaube, dass jeder Mensch dieselben Rechte hat.

empfiehlt eurEmel 



erstellt am: 20.4.2008 | geändert am: 22.12.2008

Schade.

schade
da glaubte man und dachte sich,
und hoffte auch und blieb an sich
auch positiv.

und dann, tja dann, dann surfte frau
und stellte fest, dass nichts geschah
was man schon lange wollte.

und dann war's halt doch weder mit poetry noch mit gleichsein wieder mal gar nix.
noch nicht einmal in der suchfunktion der webparteien ...
[wobei ich festhalten muss, dass die oevp leider keine Suchfunktion auf ihrer Webseite anbietet...]

meint
eurEmel


erstellt am: 19.4.2008 | geändert am: 19.4.2008

WOW - kann ich nur sagen!
Pensionen und Frauen...

... vertragen sich nicht - wie es scheint.
Zumindest nicht in Ösiland...

Die neuesten Zahlen sprechen Bände:
Durchschnittspensionen Ende Dezember
€ 872 BRUTTO

MÄNNER - Durchschnittspension:
€ 1158

FRAUEN - Durchschnittspension:
€ 692 (-40 % im Vergleich zu Männerpensionen)

Mhm. Mal rechnen:
eine Mietwohnung in Salzburg kostet im Schnitt etwa € 500 exkl. BK.
30 x Spaghetti pro Monat um € 0,20 cent / 500 g - das geht sich aus!!
Nur zur Apotheke darf man halt nicht mehr... oder mit dem Bus fahren oder vielleicht hier und da ein wenig Gemüse oder ein bisserl Butter aufs Brot.

Aber Gott sei Dank ist der Klimawandel so weit fortgeschritten, dass wir nun schon den zweiten milden - und somit Heizkosten sparenden - Winter verzeichnen können. Denn sonst wäre man als alleinstehende Pensionistin wohl dem Untergang geweiht - mit € 692 monatlich.

Ts meint eurEmel.





erstellt am: 28.1.2008 | geändert am: 28.1.2008

AUFWACHEN - Mädels - AUFWACHEN!!!
oder soll ich sagen: es ist fast lächerlich!

Gleichsein dürfen
Endlich ist er da:
der Global Gender Gap Report 2007.


Einmal jährlich werden in diesem Bericht insgesamt 128 Staaten der Welt auf ihre "Frauentauglichkeit" geprüft. So auch 'Good old Austria'. Als ich mir den Report näher angesehen habe, ist mir teilweise fast übel geworden.

Frauen und Männer von Österreich, ich bitte euch, wacht endlich auf!

Hier ein kleiner Überblick über das sensationelle Ranking, und wo sich Österreich befindet:

Im Overall-Ranking nimmt Österreich Platz 27 ein: hinter den Philippinen [6], Spanien [10], Lettland [13], Litauen [14], Sri Lanka [15], Croatien [16], Süd Africa [20], Cuba [22], Kolumbien [24], Bulgarien [25] und Lesotho [26] 

Interessant?

Es wird noch besser, vergleicht man die wirtschaftlichen Aspekte und Chancen: hier liegt Österreich auf Platz 89! Ja, richtig gehört NEUNDUNDACHTZIG!

Hinter 88 anderen Ländern, darunter: (man höre, halte inne und staune):
Mozambique [1], Ghana [3], Tanzania [4], Uzbekistan [9], Kazakhstan [15], Azerbaijan [19], Jamaica [28], Estland [34], Gambia [37], Kroatien [40], Namibia [44], Mazedonien [51], Lesotho [53], Kirgisien [57], Kenia [59], Botswana [63], Uruguay [66], Venezuela [68], Griechenland [70], Nigeria [72], Polen [74], Zimbabwe [79], Kuwait [80], Süd Africa [85], Ethiopia [86], Dominikanische Republik [88].

Innerhalb dieser wirtschaftlichen Chancen gibt es eine Rubrik "Gleiche Löhne für gleiche Arbeit" (und da sieht's wirklich traurig aus!):
Österreich liegt an 116. Stelle von 128 Ländern. Nur Spanien [117], Uruguay [118], Chile [119], Ungarn [120], Bangladesh [121], Frankreich [122] und Polen [123] haben hier eine schlechtere Bewertung erhalten. (Bei Belize, Cuba, Iran, Maldives, Yemen gab es in dieser Kategorie keine Bewertung).


Dem nicht genug, sieht es bei der Erlangung von Bildung ähnlich bitter aus - hier wird Österreich auf den 77. Platz gereiht. Der Vollständigkeit liste ich hier beispielhaft ein paar Länder, die vor uns gereiht sind: Honduras [mit 15 weiteren Ländern ex aequo auf Platz 1], New Zealand [19], Armenien [24], Georgien [28], Israel [38], Panama [40], Qatar [45], Rumänien [47], Nicaragua [51], Bahrain [59], Suriname [64], Japan [69], Malaysia [71], Belarus [74], USA [76].

Wenigstens können wir uns in zwei Kategorien rühmen, das Richtige zur Gleichstellung beizutragen: am Gesundheitssektor liegen wir mit 35 anderen Ländern auf Platz 1 und bei der politischen Gleichstellung immerhin auf Platz 15.

Dennoch bleibt angesichts dieser Zahlen ein bitterer Nachgeschmack. Vielleicht macht sich ja anlässlich des 90 Jahr Jubiläums des Frauenwahlrechts in Österreich 2008 der Wunsch nach etwas mehr Gleichstellung breit - ich zumindest hoffe es.

eurEmel

[Quelle: World Economic Forum]

Ps: Jahrelang habe ich mich gefragt, warum es in unserer Bundeshymne heißt: "Heimat, bist du großer Söhne" - jetzt beginne ich zu verstehen.



erstellt am: 11.11.2007 | geändert am: 12.11.2007

Mein Recht auf's Gleichsein
Weil alle immer anders sein wollen ...

Die meisten Menschen leben in der Selbstverständlichkeit, anderssein zu können.
Viele aber wollen gerne gleichsein und dürfen nicht.

Aus vielerlei Gründen.

Manchesmals wegen
 - der bunten Farbe ihrer Haut
 - ihres fehlenden Bewegungsapparats oder der geistigen Weite
 - der Regenbogeneinstellung ihres Körpers
 - des kreischenden hellblau-rosa Anhängsels
 - der grauen Falten ihres Lächelns
 - der [noch] nicht geschriebenen Gesetze

schlicht: aus Gründen ihrer vermeintlichen Andersartigkeit.

>>> Wobei sich hier unweigerlich die Frage stellt: was ist "gleich"? Und was "anders"?

Um diese Definitionen, Gründe, Probleme und ihre möglichen Lösungen zu erörtern, habe ich heute kurzerhand www.gleichsein.at begonnen und werde in der kommenden Zeit versuchen, eine Art "Status Quo" der Gleichheitschancen - Chancen-Gleichheit in Österreich zu erheben.

Anfangen möchte ich mit dem - wie es so schön in der Präambel heißt - "von allen Völkern und Nationen zu erreichenden gemeinsamen Ideal" den Menschenrechten, der österreichischen Verfassung (bzw. Artikel 7 vom ersten Hauptstück), dem österreichischen Staatsgrundgesetz (vom Kaiser Franz Josef I).

Wie einfallslos mögen manche denken;
dennoch wichtig die andern...

Ich - auf alle Fälle - finde ein wenig Auffrischung immer wieder gut :)

eurEmel

Ps: ach ja - und natürlich freue ich mich auf jegliche Art Anregung zu www.Gleichsein.at
::: einfach mailen an info (at) gleichsein.at


erstellt am: 5.11.2007 | geändert am: 19.4.2008

 
Chancengleichheit in Österreich - Eine Eigeninitiative - 5020 Salzburg, Österreich
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